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Südamerika

Caminos del Inka – Südamerika-Konzert im Gewandhaus Leipzig

Gepostet von am Feb 8, 2011 in Südamerika, Uncategorized | Keine Kommentare

Caminos del Inka – Südamerika-Konzert im Gewandhaus Leipzig
Konzert Caminos del Inka Leipzig 2011

Konzert Caminos del Inka Leipzig 2011

Am vergangenen Sonntag, dem 6. Februar 2011, hatten wir das Vergnügen, dem Südamerika-Konzert “Caminos del Inka” mit dem peruanischen Dirigenten Miguel Harth-Bedoya und dem MDR Sinfonieorchester zu lauschen.
Wir empfanden es als Privileg, sozusagen “vor der Haustür” hier in Leipzig einmal in eine ganz andere Art der klassischen Musik eintauchen zu können. Das Orchester und Hart-Bedoya spielten Kompositionen zeitgenössischer und bereits verstorbener, südamerikanischer Komponisten. Trotz ihrer “Modernität” waren die Musikstücke auch für den eher unerfahrenen Konzert-Gänger gut hörbar. Es tat nicht weh in den Ohren – im Gegenteil: der Rythmus und natürliche die Anstrengung der Musiker und des Dirigenten begeisterte das Leipziger Publikum!
Am besten gefielen uns die “Colección de Música Virreinal” von Baltasar Martínez y Compañón sowie “Fiesta!” von Jimmy López.

Schade, dass das Konzert so schnell vorbei ging. Hoffentlich können wir den Dirigenten und sein außergewöhnliches Programm bald einmal wieder in Leipzig begrüßen!

Übrigens ist “Caminos del Inka” mehr als nur eine Konzertreihe. In der gleichnamigen Non-profit Organisation haben sich Miguel Harth-Bedoya und sein Team der Erforschung, der Konservierung  und dem Bekanntmachen der südamerikanischen Musikarten und Werke verschrieben. Der Dirigent gilt als “Botschafter” nicht nur der Musik, sondern der Kultur Südamerikas insgesamt. Entsprechend waren die Werke während des Konzerts von Fotografien und Bildern aus Südamerika hinterlegt. Die Chacana war eines der vielen traditionellen Motive, die auftauchten … fehlte nur noch ein kleiner Verkaufsstand von ULRATI mit unserem Chacana Kettenanhänger und unserem südamerikanischen Schmuck.

Hier ein Video über das Projekt “Caminos del Inka” (auf englisch):

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Unsere Peru Reise – Teil VI: Urubamba & Cusco

Gepostet von am Jan 29, 2011 in Südamerika | Keine Kommentare

Unsere Peru Reise – Teil VI: Urubamba & Cusco

Urubamba sollte der Ausgangspunkt für unvergessliche Touren in die Umgebung (in das Valle Sagrado) sein, uns aber auch als Erholungsort mit Sonnenschein und viel Sauerstoff (Urubamba liegt auf gemäßigten ca. 2.800 m) dienen.

Machu Picchu

Machu Picchu

Wir wohnten in der wunderschönen, familiär geführten Eco Lodge. Chalo, der Betreiber der Lodge, kochte für uns leckere vegetarische Gerichte und stand uns immer gern für ein Schwätzchen zur Verfügung. Gleich am Tag nach unserer Ankunft in Urubamba hieß es noch einmal sehr früh aufstehen, denn endlich sollten wir Machu Picchu kennen lernen. Auch wenn die atemberaubend schöne Ausgrabungsstätte durch die riesigen Touristenströme, die sich tagtäglich über die Ruinen ergießen, bedroht ist, so muss man es doch bei einer Peru Reise gesehen haben! (Wir waren auch gern bereit den hohen Eintrittspreis zu zahlen, wenn er denn der Erhaltung Machu Picchus zu Gute kommt.)
Wir wurden nach Ollantaytambo zum Zug gebracht (inzwischen soll es auch eine Station in Urubamba geben) und bestiegen den Zug mit Panoramafenster nach Aguas Calientes, dem Touristenort untehalb Machu Picchus. Fälschlicherweise wird immer gedacht, dass Machu Picchu sehr weit oben liegt. Tatsächlich fährt man aber “ins Tal”, auf ca. 2.080 m. Von Aguas Calientes geht es dann mit dem Bus zu den Toren von Machu Picchu auf ca. 2.400 m Höhe. Wir waren noch vor 10 Uhr dort und sahen die größten Touristenmengen daher immer aus einiger Entfernung. Begleitet wurden wir von unserer sympathischen Führerin, die sich nicht nur mit der Geschichte und Bedeutung Machu Picchus sehr gut auskannte, sondern uns auch immer die “Energie-Punkte” der Ausgrabungsstätte zeigte. Dann knieten wir uns immer nieder oder hielten unsere Hände über die Energiepunkte um möglichst viel der “positiven Energie” abzufangen. ;)
Während unserer Zeit in Machu Picchu herrschte “eitel Sonnenschein” und wir stolperten mit großen Augen durch die perfekt zusammengesetzte Inka-Architektur. Der Blick zu den umliegenden, dicht bewachsenen Berggipfeln ist wunderschön. Im Tal, unter den halsbrecherisch angelegten Stufenfeldern der Inkas, sieht man immer wieder den Fluss aufblitzen. Insgesamt also ein unvergesslicher Ausflug!
Unvergesslich leider auch wegen der unendlich vielen, gemeinen Moskitos. Wir hatten gar nict daran gedacht, dass auf dem Berggipfel Moskitos lauern werden und wunderten uns noch über die behandschuhten Hände unseres Guides. Dann wurden wir von den Viechern so gestochen, dass jedes kleines Stückchen frei liegende Haut juckte. (Bis heute sieht man die Narben!!) Deswegen: nicht ohne wirksamen Moskitoschutz nach Machu Picchu reisen!!!!!

Die nächsten Tagen waren zur Entspannung vorgesehen. Wir legten im Garten der Lodge die (zerstochenen) Beine hoch und lasen, lauschten der Natur und schwelgten in Erinnerungen der vergangenen Rundreise-Tage. Gregory und ich fuhren im Valle Sagrado ein bisschen herum und lernten unter anderem Yanet kennen. Seit Herbst 2009 beziehen wir nun unsere kuscheligen Alpaka Decken, Alapaka Schals, Alpaka Mützen und alle anderen Alpaka Accessoires von Yanet. Nächstes Jahr (2011) möchte Yanet übrigens heiraten – das bedeutet in der Andenregion, dass die Brautleute ein riesiges Fest auf die Beine stellen müssen. Wir müssen also dieses Jahr noch viel bei Yanet bestellen, damit Sie nächstes Jahr auch wirklich heiraten kann. ;)

Von Urubamba ging es zurück nach Cusco. Auf der Fahrt zeigte uns unser Fahrer Sr. Victor noch die Salinas (Salzfelder) von Maras, die Trichterfelder von Moray und das Kunsthandwerkerdorf Chinchero. Das Salz von Maras ist köstlich und wird in Europa zu Höchstpreisen verkauft. In Chinchero besuchten wir Weberinnen, die uns den Herstellungsprozess von Wollprodukten und die natürlichen Farben (zum Beispiel Rot aus den Koschenille-Läusen) zeigten.

Koricancha-Tempel in Cusco

Koricancha-Tempel in Cusco

In Cusco bezogen wir unser Hotel und machten uns trotz Dunkelheit gleich auf den ersten “Inspektions-Gang” durch Cusco. Am nächsten Tag machten wir dann die “obligatorische” City Tour mit Besuch des Koricancha-Tempels, der Kathadrale, Sacsayhuaman, Q’enko, Puca Pucara und Tambo Machay. Während wir in Cusco die Zerstörungswut und Ironie der Spanier, die auf den Koricancha-Tempel der Inkas ihre Kirche bauten und auch sonst versuchten, alle Inka-Gebäude abzureisen bzw. der Grundmauern für Ihre Gebäude nutzten) kennenlernten, beeindruckten uns in Sacsayhuaman die riesigen Felsblöcke, die von Menschenhand bewegt worden waren. In Puca Pucara ging die Sonne unter und die Mauern erleuchteten in rotem Licht. Frühs hatten wir uns bereits abseits der touristischen Pfade auf dem Mercado San Pedro getummelt, die Gemüse- und Blumenhändlerinnen betrachtet, Cumbia-CDs bei dem fliegenden CD-Händler gekauft, quiekende Meerschweinchen bedauert und die Dienstleistungen der Schuhputzer in Anspruch genommen.

Cusco sollte der Endpunkt unserer Peru-Reise sein. Von hier flogen wir für ein paar Tage zurück nach Lima und dann weiter nach Deutschland. Seitdem schwelgen wir in den Erinnerungen an das fantastische Reiseland Peru.

Auf Wiedersehen, schönes Peru!

Auf Wiedersehen, schönes Peru!

Und inzwischen steht fest, dass wir wieder hinfahren werden. Diesen Sommer möchten wir den peruanischen Regenwald bei Iquitos kennenlernen, die nördliche Andenregion erkunden und ein paar Tage am Strand bei Piura verbringen.
Wir nehmen jetzt schon gern Bestellungen entgegen – wenn ihr etwas bestimmtes aus Peru haben möchtet, dann schreibt uns und wir bringen es auch mit!

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Unsere Peru-Reise – Teil V: Mit dem Inka-Express nach Cusco

Gepostet von am Jan 27, 2011 in Südamerika | Keine Kommentare

Unsere Peru-Reise – Teil V: Mit dem Inka-Express nach Cusco

Die Höhenmeter vom Colca Canyon und Puno hatten uns ein bisschen zu schaffen gemacht (deswegen unser Tipp: Peru Reise einfach umdrehen und von Urubamba starten) und deswegen versprach Urubamba im “Valle Sagrado de los Incas” (“Heiliges Tal der Inkas”) auf ca. 2.870 m Entspannung!

Abra La Raya

Abra La Raya

Doch von Puno nach Cusco sind es noch einmal über 350 km, die es auf möglichst spannende und komfortable Art und Weise zu bewältigen galt. Zur Auwahl standen der berühmte Zug oder der Bus Inka Express. Letztlich gaben sowohl der Preis als auch das Programm den Ausschlag für den Bus. Eine gute Entscheidung, denn unser Guide Hugo (O-Ton: “Mein Name ist Hugo – wie Hugo Boss oder Hugo Chavez”) war brilliant. Die Andenbahn macht nur am Pass Abra La Raya Halt, aber der Bus legt 4 Zwischenstopps (+ Mittagessen in Sicuani) ein.
Zunächst musste die quirlige Stadt Juliaca, in der es von Moto-Taxis und fliegenden Händlern nur so wimmelte, durchfahren werden. Nach ca. 2 h erreichten wir Pucará mit schönen Museum, das Relikte der Pucará-Kultur. Einmal mehr verdeutlichte uns Hugo, dass die Inkas sich die hervoragenden Fertigkeiten und Techniken ihrer Vorgänger – z.B. der Pucará-Kultur – zu eigen machten und deswegen in so kurzer Zeit ein solch blühendes Imperium schaffen konnten. Das bedeutet auch, dass die peruanische Kultur noch viel reicher ist, als in Europa oft gedacht wird. Neben den Inkas gab es so viele verschiedene andere Kulturen, die große Städte, Pyramiden und Tempel sowie tolle Handwerkstechniken hinterlassen haben.
Nach Pucará fuhren wir auf ca. 4.312 m hoch. Der “Abra La Raya” sollte der höchste Punkt der Fahrt Puno – Cusco sein. Uns bot sich ein spektakulärer Blick auf schneebedeckte Andengipfel und eine bunte Auswahl an Wollprodukten (tolle Peru Tischdecken!) der Altiplano-Bewohner. Gleichzeitig stellte der Pass einen Schnitt zwischen der kargen, unendlich weiten Landschaft des Altiplanos und der fruchtbaren, grünen Region in Richtung Cusco dar.

Tempel in Raqchi

Tempel in Raqchi

Nach der Mittagspause machten wir uns auf den Weg nach Raqchi, einem Tempelkomplex zu Ehren des Inka-Gotts Huiracocha. In unseren Augen sah es fast wie ein römisches Viadukt aus. In der Umgebung waren die runden Colcas, die Getreidespeicher der Inkas zu sehen. In Raqchi zeigte sich auch die Andensonne von ihrer schönsten, aber gleichzeitig gefährlichen Seite. Beim Anblick der schneebedeckten Gipfel unterschätzt man die Stärke der Sonne – also immer Hut, Sonnencreme und viel Wasser mit nehmen!
Der letzte Stopp auf dem Weg nach Cusco war Andahuaylillas. In diesem Örtchen steht die “Sixtinische Kapelle der Anden”. Die Kirche ist mit herrlichen Malereien ausgeschmückt. Besonders interessant ist die Verschmelzung von christlichen Symbolen mit denen der peruanischen Kulturen. Obwohl die spanischen Eroberer den Glauben und die religiösen Traditionen der Menschen auslöschen wollten, haben sie sich bis heute erhalten und tauchen auch in christlichen Kirchen wieder auf.
Zurück im Bus erlebten wir noch unseren ersten heftigen Schauer in den Anden (wir waren im September/Oktober in Peru, wenn die Regenzeit eigentlich schon langsam beginnen müsste), den wir mit einem Plastikbecher aufzufangen versuchten (der Bus hatte genau über uns ein Leck, aber wir nahmen es mit Humor) und Hugo ließ den Bus noch einmal kurz vor Cusco wegen eines typischen Brots anhalten … und dann war es geschafft. Von Cusco brachte uns Señor Victor, den wir bis heute in guter Erinnerung haben, nach Urubamba in unsere Eco Lodge.

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Unsere Peru-Reise – Teil IV: Puno & der Titicaca See

Gepostet von am Okt 31, 2010 in Südamerika | Keine Kommentare

Unsere Peru-Reise – Teil IV: Puno & der Titicaca See

die Chullpas von Sillustani

Nun waren wir an der höchsten Station unserer Reise, an der wir drei Nächte bleiben sollten, angekommen: In Puno auf 3.800 m Höhe am Ufer des Titicaca Sees. Für den Großteil unserer Gruppe hieß es entweder “ab ins Bett” oder “Dieta de Pollo”, denn die vielen Meter über Meereshöhe machten uns zu schaffen.
Am nächsten Morgen war nicht nur der Himmel leuchtend blau, auch unsere Gemüter waren ausgeruht und so machten wir uns auf den Weg zu den Chullpas von Sillustani. Diese Grabtürme entstanden schon vor der Zeit der Inkas, aber mit der Machtübernahme der Inkas wurden die Türme auch in der typischen, perfekten Bauweise errichtet. Die Grabtürme waren dem “Adel”, also den Inkas und ihren Würdenträgern vorbehalten. Die Lage der Chullpas ist einmalig. Sie befinden sich auf einer Halbinsel, umgeben vom Lago Umayu. Als die Spanier in Peru einfielen, wurden die Bauarbeiten abrupt abgebrochen. Heute sieht man noch, wie die Steine für die Grabtürme auf halbem Weg vom Steinbruch bzw. Steinlager zur Chullpa liegen gelassen wurden.
Nach dem Halbtagsausflug hatten wir Zeit zum Ausruhen und Bummeln. Gregory und mich verschlug es natürlich wieder in Geschäfte. In den schicken Edel-Boutiquen konnte man modische Accessoires aus edler Alpakawolle kaufen. Wir blieben in einem kleinen Geschäft hängen, das unter anderem bunte Taschen mit traditionellen Mustern verkaufte. Die Taschen erinnerten uns an die Tücher, die viele Frauen noch zum Transport von Waren oder ihren Kindern auf dem Rücken tragen. Mit dem Coca-kauenden Verkäufer verhandelten wir bis  es dunkel wurde und dann hatten wir unsere Bestellung, die in einem Tag fertig sein musste, beisammen.

herrliche Ruhe auf Taquile

herrliche Ruhe auf Taquile

Während wir uns also nach einer erholsamen Nacht auf den Weg zu den schwimmenden Inseln der Uros machten, setzte sich der Geschäftsmann an die Nähmaschine und fertigte 25 Umhängetaschen an. Wir hatten inzwischen ein komisches Gefühl unter den Füßen. Denn obwohl die Schilfinseln der Uros stabil sind und Häuser & Menschen tragen, merkt man doch eine leichte Bewegung, wenn ein Schiff vorbei fährt. Vielen Touristen gefallen die Ausflüge zu den Uros auf dem Titicaca See nicht mehr, aber allein diese Lebensweise abseits vom Leben auf dem “Festland” und in der Universitätsstadt Puno zu sehen, war beeindruckend. Leider ist die wichtigste Lebensgrundlage des Volks der Uros nun der Tourismus und entsprechend war unser Besuch “Tagesgeschäft”. Wir möchten troztzdem jedem Peru-Urlauber eine Fahrt zu den Uros ans Herz legen!
Anschließend verließen wir die schönen, künstlich gefertigten Schilfinseln um zur natürlichen Insel Taquile im Titicaca See zu fahren. Wir genossen die frische Luft, den blauen Himmel und das schöne Panorama. Die Fahrt dauert sehr lange, aber sobald man die Ruhe und den Frieden auf der Insel Taquile spürt, ist der Weg vergessen. Beim Mittagessen eröffnete sich uns ein Blick auf das blaue Wasser und im Hintergrund schneebdeckte Anden. Wer hätte gedacht, dass wir uns auf einer Höhe von ca. 3.800 m befinden, aber uns mit dem Blick an die Toscana erinnert fühlten… Wir kletterten auf den höchsten Punkt der Insel und bewunderten die Handarbeiten der Männer. Hier werden die schönen Gürtel, Decken, Tücher, Mützen etc. von den Männern hergestellt. Die Frauen spinnen nur die Wolle. Wir fanden ein paar sehr schöne Freundschaftsbänder, die wir in so einer Qualität nicht noch einmal finden sollten.

Unsere Errungenschaft aus Puno: eine folkloristische, aber schicke Tasche

Der Heimweg nach Puno war natürlich lang, aber die untergehende Sonne versetzte uns in einen Zustand der Zufriedenheit und Entspannung.
Abends statteten wir unserer Entdeckung von gestern einen Besuch ab und siehe da – die Taschen waren fertig.
Beruhigt konnten wir mit unserer “Beute” in unser Hotel zurück kehren und den nächsten Tag, unsere Fahrt nach Cusco vorbereiten.

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Unsere Peru-Reise – Teil III: Arequipa & das Colca Tal

Gepostet von am Okt 17, 2010 in Südamerika | Keine Kommentare

Unsere Peru-Reise – Teil III: Arequipa & das Colca Tal

*Fortsetzung unseres Berichts zu unserer Rundreise durch Peru im Herbst 2009*

Kartoffeln und andere essbare Wurzeln auf dem Mercado Central in Arequipa

Kartoffeln und andere essbare Wurzeln auf dem Mercado Central in Arequipa

In der Nacht erreichten wir also Arequipa und wurden in unser Hotel “La Gruta” gebracht. Der nächste Morgen hielt für einen von uns “Montezumas Rache” bereit, die anderen konnten einen Stadtrungang mit Stopp in dem schönen Viertel Yanahuara, einer ausgiebigen Besichtigung des Klosters Santa Catalina sowie einem Mittagessen oberhalb der Plaza de Armas genießen. Nach dem “Sightseeing” stürzten wir uns in das geschäftige Treiben des “Mercado San Camilo”, einer großen Markthalle mit allen Produkten des täglichen Lebens. Von leckeren Säften (eine ganze Reihe mit Ständen mit frischen Früchten und wahren Wundersäften – einer verlockender als der andere) über eine riesige Auswahl an Kartoffeln, Brot, Käse und Gewürzen bis hin zu Stoffen, Taschen und Hüten. Bei den Hüten konnte einer unserer Reisegruppe nicht widerstehen und so stürzten wir uns in Verhandlungen mit den Verkäufern, probierten zig Hüte und am Ende war ein Kopf um einen schicken und typischen Kopfputz reicher… :)

Tischdecke XXL aus Peru

tolle Stickereien bei einer Verkäuferin im Colca Tal

tolle Stickereien bei einer Verkäuferin im Colca Tal

Der nächste Tag führte uns nicht nur in luftige Höhen, sondern lies uns auch das wunderschöne Kunsthandwerk aus dem Colca Tal kennen lernen. Wir starteten früh am Morgen und fuhren zunächst entlang der Eisenbahnschienen in Richtung Puno (derzeit verkehren hier nur Güterzüge). Das Naturschutzgebiet “Reserva Nacional de Salinas y Aguada Blanca” beeindruckte uns mit seinen ewigen Weiten, kargen Bergen und natürlich den herrlichen Alpaca- und Vicuña-Herden. Hier sahen wir sie erstmals in freier Natur. Ihre feine Wolle und die tollen Alpaka-Decken und die kuschelweiche Alpaka-Kleidung sollten wir später noch genauer kennen lernen…
Bevor wird uns zum Patapampa-Pass auf knapp 5000 m Höhe hochschlängelten, machten wir noch für einen Coca-Tee (“Mate de coca”) Stopp. Das war auch keine schlechte Idee, denn die Höhe bereitete uns etwas Kopfschmerzen und Schwindelgefühle. Heute wissen wir, dass die ungewohnte Höhe sich auch erst mit 24 bis 48-stündiger Verspätung auf den Körper auswirken kann… Also immer schön Coca-Tee trinken und Koka-Blätter kauen, wenn man in den Anden unterwegs ist… Der Tee beflügelte uns noch zum Kauf einer Tischdecke mit Übergröße – die sind nicht unbedingt typisch für diese Region, aber typisch für Peru.
Nachdem wir die umliegenden 6.000er bewundert hatten, ging es hinunter in das grüne Colca Tal. An der Straßen saßen Mädchen in bunt bestickter Kleidung und verkauften uns Portemonnaie, Gürtel, Haarbänder und andere schöne Stickereien. Nach einem reichlichen Mittagsbuffet mit regionalen Spezialitäten wurden wir in unsere schöne Collahua Lodge gebracht. Der Koch des hoteleigenen Restaurants hatte noch etwas Zeit bevor das Abendessen vorbereitet werden musste und so brachte er uns zu Fuß zu einem kleinen Thermalbad in der Nähe von Yanque (wenn man aus der Richtung Yanque kommt, rechts vom Weg – man muss über eine wackelige Hängebrücke balancieren ;) ). Die Verspannungen der Fahrt lösten sich in dem heißen Wasser und im Licht der untergehenden Sonne im Nichts auf.

der Kondor im Colca Canyon

Am nächsten Morgen war es eiskalt (die nicht weit entfernte Provinzhauptstadt Chivay liegt auf 3.635 m) und mir war die Höhe schon “zu Kopf gestiegen”. Die beeindruckende Fahrt zum “Mirador Cruz del Condor” (Kondor-Aussichtspunkt) verbrachte ich eher im Dämmerzustand mit Coca-Kauen. Aber dann war alle Übelkeit verflogen, als sich die Kondore mit Hilfe der aufteigenden warmen Luft über dem tiefen Canyon in die Höhe schraubten. Wenn im Reiseführer steht, dass sie direkt über den Köpfen der Touristen schweben, ist das nicht übertrieben! Bei uns waren nur die Jungtiere unterwegs und trotzdem waren wir von der riesigen Flügelspanne der mächtigen Tiere beeindruckt.
Dann ging es auf der Hoppelpiste auch schon wieder zurück zum Mittagsbuffet in Chivay (leider waren nun schon zwei von uns auf Diät: “Dieta de pollo” = Hühnersuppe) und dann in Richtung Puno. Die Anden zeigten sich mal im herrlichen Sonnenschein und mal wolkenverhangen. Eine tolle Fahrt, auch wenn wir uns immer weiter in die Höhe begaben und auch bei den anderen die Kopfschmerzen pochten… ;)

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Das Andenkreuz Chakana als Kettenanhänger

Gepostet von am Aug 6, 2010 in Produkte, Südamerika | Keine Kommentare

Das Andenkreuz Chakana als Kettenanhänger

Falls Ihr schon einmal in Peru wart, ist euch das Andenkreuz bzw. Chacana (auch: Chakana) sicher ein Begriff. Das Symbol stammt aus der Mythologie der Inkas. Es handelt sich um ein Kreuz, dessen Flächen bzw. Stufen jeweils für eine Welt stehen und dessen Loch in der Mitte die Stadt Cusco (im Weltbild der Inkas war Cusco der “Nabel der Welt”) repräsentiert.

Im Glauben der Inkas gab es drei Welten: “Hanan Pacha” war die Welt der Sterne und Götter (bei uns wird es als “Himmel” bezeichnet) und wird von der ersten Stufe des Kreuzes symbolisiert. Die Welt der Menschen wurde “Kay Pacha” genannt und wird durch die zweite Stufe vom Andenkreuz repräsentiert. Die “Unterwelt” namens “Uku Pacha” ist die letzte Stufe der Chacana, steht für den Tod und kann mit der christlichen “Hölle” verglichen werden. Jede der drei Welten wurde durch ein Tier vertreten: Die Oberwelt durch den Kondor, die menschliche Welt durch den Puma und die Unterwelt durch die Schlange.
Gleichzeitig ist das Andenkreuz an das Sternenbild Kreuz des Südens angelehnt, das aus vier charakteristischen Sternen, die ein Kreuz bilden, besteht.

Das Andenkreuz taucht als Symbol in so gut wie jeder Ausgrabungsstätte in Peru und auch noch in vielen Kirchen – die neben den christlichen Symbolen mitunter auch Motive aus dem Glauben der ursprünglichen Bevölkerung zeigen – auf. Es wurde zur Dekoration von Tempeln, Palästen und religiösen Orten verwendet. Natürlich wurde es auch für Talismänner und Schmuck verwendet. Auf uns übt das Andenkreuz heute eine große Faszination aus.

Kunden wollten bei uns im Shop mit Schmuck aus Südamerika ein Andenkreuz bestellen. Da wir nur sehr wenig Silberschmuck aus Peru haben, baten wir einen befreundeten Kunsthandwerker in Lima, einen Chakana Anhänger aus Silber herzustellen. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: das Andenkreuz besteht aus 950er-Silber und ist mit einem formschönen Anhänger für eine Kette oder ein Band versehen. Während in Peru häufig Andenkreuze mit einer Verzierung aus Halbedelsteinen oder Perlmut angeboten werden, besticht unser silbernes Andenkreuz durch seine einfache Form und Umsetzung.

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