Letzte Woche besuchten wir von Ulrati zusammen mit Ireen und Marlen von Mexico Mio den Dokumentarfilm “Auf halbem Weg zum Himmel”, der für drei Tage im Kulturzentrum Nato auf der Karl-Liebknecht-Straße in Leipzig gezeigt wurde.
“Auf halbem Weg zum Himmel” beleuchtet die traumatischen Erfahrungen, die die Guatemalteken der Comunidad “La Aurora 8 de Octubre” (“Die Morgenröte des 8. Oktobers”) kurz nach ihrer Rückkehr nach Guatemala machen mussten. Die Dorfbewohner wurden – zum wiederholten Male – Opfer eines Massakers durch das Militär. In Reaktion darauf kämpften die Überlebenden zum ersten Mal erfolgreich gegen die Attentate und Repressalien des Militärs. Andrea Lammers und Ulrich Miller begleiteten sie bei ihrem Kampf um Gerechtigkeit und hielten viele bewegende Momente in ihrem Dokumentarfilm fest. Eine ausführliche Inhaltsbeschreibung könnt ihr im Blog von Mexico Mio und auf der offiziellen Seite des Dokumentarfilms finden.
Über viele Menschenrechtsverletztungen, die in Lateinamerika verübt wurden oder aktuell begangen werden, ist man sich hier in Europa gar nicht bewusst. Deswegen ist es zum einen wichtig, dass engagierte Menschen über die Verbrechen und menschlichen Schicksale berichten, und dass man sich mit diesen Problemen beschäftigt. Schon allein der Kinobesuch ist eine Unterstützung für die Regisseure und die betroffene Kommune.
Noch ein kleiner Buchtipp um sich über die schwierige Vergangenheit Lateinamerikas zu informieren: Eduardo Galeano beschreibt in seinem Buch “Die offenen Adern Lateinamerikas – die Geschichte eines Kontinents von der Entdeckung bis zur Gegenwart” die koloniale Geschichte Lateinamerikas und deren Auswirkungen bis in die heutige Zeit. Das Buch vermittelt grundlegendes Geschichtswissen zu den lateinamerikanischen Staaten. Absolut lesenswert! (Das Buch gibt es übrigens auch in spanischer Sprache in unserem Büchershop.)
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